Ende einer Erfolgsgeschichte

Diakonisches Werk muss Dienste in der Ledward-Unterkunft für Geflüchtete einstellen

Mit einer bewegenden Abschlussveranstaltung im Begegnungscafé nahm das Diakonische Werk Schweinfurt e.V. Abschied von der Ledward-Flüchtlingsunterkunft. Gemeinsam mit Wegbegleiter:innen, städtischen Vertreter:innen und zahlreichen Ehrenamtlichen wurde am 13.11.2025 ein Kapitel beendet, das Hoffnung, Unterstützung und Integration im Herzen Schweinfurts verkörpert hat.

Ein besonderer Tag des Dankes und des Rückblicks

Zu den Ehrengästen zählten Oberbürgermeister Sebastian Remelé sowie Herr Kress, Herr Montag und Frau Ketschik von der Stadt Schweinfurt. Von Seiten der Diakonie nahmen unter anderem Frau Krug, Geschäftsbereichsleiterin Soziale Dienste, und Frau Aleksonis, Abteilungsleiterin Migrationsberatung Stadt und Landkreis Schweinfurt, gemeinsam mit dem Team der Ledward und den engagierten Ehrenamtlichen teil.
Nach der Begrüßung durch die Gastgeberin richteten Frau Krug und Oberbürgermeister Remelé eindrucksvolle Worte an die Anwesenden. Frau Krug betonte: „Das hier ist ein Ort der Hoffnung.“

Oberbürgermeister Remelé hob in seiner Ansprache die tragende Rolle des Diakonischen Werks Schweinfurt e.V. hervor und unterstrich: „Die Diakonie übernimmt eine starke Aufgabe: Orientierung, Integration und Unterstützung von Geflüchteten. Sie verfügt über ein enormes Know-how im Bereich Beratung, Bildung und Begleitung von Geflüchteten und schafft somit immer wieder Raum und Möglichkeiten, in der Gesellschaft anzukommen.“

Ein Ort des Ankommens

Seit April 2022 begleitete die Diakonie Schweinfurt schutzsuchende Menschen aus der Ukraine im Rahmen eines Vertrages mit der Stadt Schweinfurt auf dem Gelände der Ledward Kaserne. Mit Ablauf des Jahres 2025 endet dieser Auftrag. Die Erinnerungen und das gewachsene Netzwerk bleiben.
„Unsere Aufgaben reichten weit über das klassische Versorgungsmanagement hinaus,“ so Krug weiter. Von Beratung und Begegnung, Hausaufgabenbetreuung, Projekten wie „MediSozial“, dem Leseclub bis hin zu speziellen Aktionen wie dem Beachvolleyballturnier mit dem Jugendamt oder der Schultütenaktion reichte das vielfältige Angebot. Die Einrichtung wurde zu einem Sinnbild gelebter Solidarität und Integration: ein Zuhause auf Zeit für viele geflüchtete Familien.

Gemeinschaft wirkt und das bleibt bestehen

Dass diese Aufgabe nun aus politischen und haushälterischen Gründen endet, stimmt die Beteiligten wehmütig. Doch die vielfältigen Aktivitäten, das engagierte Netzwerk und die Erfahrungen werden die weitere Arbeit der Diakonie prägen.
„Auch wenn dieses Projekt endet, bleibt unser Auftrag als Diakonie bestehen. Die Erfahrung, die wir gesammelt haben, die Netzwerke, die entstanden sind, und die Geschichten des Zusammenlebens werden uns weiter begleiten“, betonte Frau Krug abschließend.
Das Diakonische Werk Schweinfurt dankt allen Partner:innen, Mitarbeitenden, Ehrenamtlichen und besonders den Bewohner:innen der Ledward für die gemeinsam erlebte Zeit und das Miteinander, das aus einer Unterkunft einen Ort der Hoffnung gemacht hat.