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Zwei ehrenamtliche Mitarbeiter über ihr Engagement im Wilhelm-Löhe-Haus

Walter Voll (WV, links) und Armin Heid (AH) reinigen und streichen im Wilhelm-Löhe-Haus der Diakonie Schweinfurt die Außenmöbel.

Wie sind Sie auf die Idee gekommen, ehrenamtlich tätig zu werden?

AH: Unsere Frauen wohnen beide hier im Wilhelm-Löhe-Haus und die Kosten für einen Platz im Pflegeheim müssen immer mal wieder erhöht werden. Herr Matlachowski, der Heimleiter, hat uns dann im Gespräch nach Verbesserungsvorschlägen für die Einrichtung gefragt. Da kam ich auf die Idee, die Bänke und Gartenmöbel neu zu machen und habe Walter gefragt, ob er mich dabei unterstützen kann – er war natürlich gleich dabei.

Warum arbeiten Sie ehrenamtlich und warum gerade bei der Diakonie Schweinfurt im Wilhelm-Löhe-Haus?

AH: Da unsere Frauen hier gut untergebracht sind, möchten wir gerne auch dieser Einrichtung etwas zurückgeben.

WV: Meiner Meinung nach fließt generell viel zu wenig Geld in Alten- und Pflegeheime, viel Geld wird in Kinder- und Jugendheime gesteckt. Trotzdem ist das Wilhelm-Löhe-Haus eine super Einrichtung und wir waren damals wahnsinnig froh, einen Platz für meine Frau bekommen zu haben. Und ich weiß auch, dass die Mitarbeitenden hier am Rande ihrer Kapazitäten arbeiten. Deswegen finde ich es schön, wenn wir etwas Gemeinschaft zeigen und zusammenhalten. Dabei kommen dann auch die einzelnen Angehörigen aufeinander zu.

Waren Sie vorher schon ehrenamtlich tätig?

WV: Ja, ich war über 50 Jahre in der katholischen Kirche, unter anderem im Lektorendienst tätig. Zusätzlich habe ich mich jahrelang zusammen mit meiner Frau in der Jugendarbeit engagiert.

Was genau machen Sie im Wilhelm-Löhe-Haus?

AH: Wir sind dabei, von allen Außenmöbeln das Holz abzuschleifen und anschließend neu zu streichen.

Haben Sie Ihre freiwillige Tätigkeit schon einmal bereut?

AH: Nein, auf gar keinen Fall. Das ist ein gutes Werk für jeden, auch wenn die aktuellen Temperaturen einem manchmal ein wenig zu schaffen machen. J

WV: Definitiv nicht, nach dem Motto der Diakonie Schweinfurt heißt es ja auch, „was zählt, ist der Mensch". Und das wollen wir hiermit zeigen.

Erhalten Sie besondere Anerkennung und Dankbarkeit für Ihren Einsatz?

AH: Ja da kommt schon sehr viel zurück. Man hört oft: „Das ist super, dass ihr das macht." Viele Bewohner beobachten uns auch einfach gerne.

WV: Allein wenn nur ein Lächeln und ein bisschen Anerkennung von der anderen Seite zurückkommen, hat sich die Arbeit für uns schon gelohnt. Ein Lächeln ist einfach so viel wert. Und wenn man diese Wertschätzung spürt, ist man auch gerne bereit, etwas zu geben und es macht Spaß.

Möchten Sie danach weiterhin ehrenamtliche Aufgaben im Wilhelm-Löhe-Haus übernehmen?

AH: Momentan gibt es ansonsten für uns eigentlich nichts mehr zu tun. Aber wir sind natürlich gerne bereit, wieder einmal zu helfen, wenn unsere Unterstützung benötigt wird.

WV: Ja, wir packen einfach gerne mit an, auch mal auf der Station.

Vielen Dank für das Gespräch und weiterhin viel Spaß und Freude bei Ihren ehrenamtlichen Tätigkeiten!