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Wichtiger Ansprechpartner auch während Corona-Pandemie

Suchtberatung hat ihre Beratungsangebote auf die veränderten Bedingungen angepasst.

Krisen gehören für die Beraterinnen und Berater in der Suchtberatung der Diakonie Schweinfurt eigentlich zum Alltag. Immer wieder ist es gerade die scheinbare Ausweglosigkeit einer akuten Krise, häufig begleitet von Gefühlen wie Angst, Ohnmacht und Verzweiflung, die Suchtkranke und ihre Angehörige den Weg in die Beratung finden lassen.

Die Corona-Krise stellt uns alle vor eine so noch nie dagewesene gesamtgesellschaftliche Herausforderung. Wir alle sind gleichermaßen gefordert, uns umzustellen und Abstand zu wahren, selbst dort, wo es weh tut. Wir müssen auf liebgewonnene Gewohnheiten verzichten und all die Einschnitte in Kauf nehmen, die aktuell erforderlich sind, um unser Gesundheitssystem nicht überzustrapazieren.

Menschen mit einer schwerwiegenden Suchterkrankung, die oft genug mit weiteren Begleiterkrankungen körperlicher oder seelischer Art einhergeht, trifft es nun meist mit besonderer Härte. Manch einer ist gesundheitlich derart angeschlagen, dass eine Covid-Infektion mit erheblichen Risiken verbunden wäre. Andere wiederum haben in ihrer lebensgeschichtlichen Entwicklung so wenig Halt erfahren, dass es ihnen oft schon schwerfällt, ihren Alltag (suchtmittelfrei) zu bewältigen. Ihnen fehlt in der aktuellen Situation der persönliche Austausch in Selbsthilfegruppen, die derzeit nicht mehr stattfinden können. Ferner ist der Zugang zu dringend benötigten Hilfen teilweise erschwert oder gar versperrt.

Umso wichtiger ist es, dass die Psychosoziale Beratungs- und Behandlungsstelle - Suchtberatung in Schweinfurt auch in der schwierigen Zeit der Corona-Pandemie ein wichtiger Ansprechpartner für Suchtkranke und Angehörige bleibt. Dazu hat die Suchtberatung ihre Beratungsangebote auf die veränderten Bedingungen angepasst:
Online-Beratung wird über einen datenschutzrechtlich gesicherten Zugang möglich, der über die Homepage des Diakonischen Werkes Schweinfurt verlinkt ist.
Beratungen finden aktuell lediglich telefonisch statt. Die Beraterinnen und Berater nehmen dazu zu den vereinbarten Telefonterminen Kontakt mit den Ratsuchenden auf. Was früher kaum vorstellbar war, wurde innerhalb kürzester Zeit Realität. Es finden mittlerweile Vermittlungen in Therapieeinrichtungen statt, ohne die Klienten zuvor persönlich gesehen zu haben. Vieles wird über das Telefon oder den Postweg abgewickelt.
Selbst die Beratung von Insassen der JVA Schweinfurt findet aktuell per Telefon statt.
Dennoch sind die Vermittlungen in Therapieeinrichtungen eher schwerer geworden, da die Fachkliniken den aktuellen Herausforderungen unterschiedlich begegnen. Es gibt Kliniken, die aktuell ihre Patienten entlassen. Manche Kliniken haben derzeit einen Aufnahme-Stopp und wieder andere denken über Quarantäne-Zimmer für neu aufgenommene Patienten nach. Die therapeutischen Angebote in den Kliniken sind auf die aktuellen Hygiene- und Abstandsbedingungen angepasst. Eine schwierige Situation für das gesamte Suchthilfesystem.

Zum Glück ist nach aktuellem Stand der Fortbestand der Beratung weiter gesichert. Die zuständigen Kostenträger haben die Wichtigkeit der Suchtberatungen in Bayern erkannt und halten ihre Refinanzierungszusagen aufrecht.

Die Psychosoziale Beratungs- und Behandlungsstelle Schweinfurt – Suchtberatung
ist aktuell wie folgt telefonisch zu erreichen:
09721/209550

Montag bis Donnerstag:
8.30 bis 12.00 Uhr und 13.30 bis 17.00 Uhr

Freitag:
10.00 bis 12.00 Uhr und 13.30 bis 15.00 Uhr.

Online-Anfragen über den geschützten Zugang für vertrauliche Online-Beratung: https://www.diakonie-schweinfurt.de/rat-und-hilfe/sucht-und-abhaengigkeit