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Kaum Wohnraum für Flüchtlinge in Schweinfurt

Im April 2016 gründete der Ehrenamtliche Udo Wachter gemeinsam mit Monika Hofmann, Sozialpädagogin der Diakonie Schweinfurt, die Wohnungsbörse. 70 Wohnungen konnten dank seines Engagements bis heute vermittelt und so rund 300 anerkannte Flüchtlinge untergebracht werden. Im Januar diesen Jahres hat Udo Wachter wegen des hohen Zeitaufwands von 30 bis 35 Wochenstunden die Leitung der Wohnungsbörse in hauptamtliche Hände abgegeben: Sie wird nun bei der Diakonie Schweinfurt von den beiden Sozialpädagoginnen Antje Dekkers und Karina Kraus betreut, die Ehrenamtlichen arbeiten unterstützend mit. Sie begutachten Wohnungen und prüfen, für welche Klienten auf der Liste diese geeignet sind.
Aktuell ist die Lage so schlimm wie noch nie. Es finden sich kaum Wohnungen in Stadtnähe, sie sind entweder zu teuer oder die Vermieter möchten keine Flüchtlinge. Der fehlende Wohnraum führt inzwischen schon Flüchtlinge in die Obdachlosigkeit. Mit Sorge blickt die Diakonie Schweinfurt deshalb ins nächste Jahr, wenn im Zuge der Verlegung des Ankerzentrums in die Conn Barracks die Gemeinschaftsunterkunft dort aufgelöst wird. Rund 700 Menschen leben hier, viele bereits mit einer Anerkennung, hätten also schon längst ausziehen müssen. Weil aber kaum Wohnungen zu finden sind, dürfen sie bleiben.
Das Thema Wohnen ist für Geflüchtete und Menschen mit Migrationshintergrund eine Herausforderung. Die Diakonie Schweinfurt hat deshalb den Arbeitskreis Wohnen gegründet. Ehrenamtliche und Interessierte treffen sich dort zum Erfahrungsaustausch. Interessenten, die mitarbeiten möchten, melden sich bitte bei der Diakonie Schweinfurt unter der Telefonnummer 09721/ 2087-403.

Quelle: www.mainpost.de (26.11.2018)