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Junge Flüchtlinge helfen bei der Tafelausgabe

Tafel Schweinfurt und Diakonie Schweinfurt Hand in Hand

Vor drei Wochen musste die Tafel Schweinfurt für zehn Tage schließen. Viele der ehrenamtlichen Helfer wollten oder konnten sich nicht während der Corona-Krise einer Infektionsgefahr aussetzen. Eine absolut nachvollziehbare Reaktion, da viele der Helfer einer älteren Generation angehören.
Schnell war eine Idee durch Menschen mit Fluchthintergrund geboren, die in der Krisensituation helfen wollten. Das Ganze versteht sich auch als ein Integrationsprojekt mit ca. 50 neuen Helfern, von denen rund die Hälfte Menschen mit Fluchthintergrund aus acht verschiedenen Ländern sind. Alle weiteren Helfer sind junge Deutsche aus Schweinfurt.
Steven Henze von der Flüchtlings- und Integrationsberatung der Diakonie Schweinfurt führte ein Interview mit Eugene Omoike (24, aus Nigeria), der sich als einer der Helfer engagiert:

Wie bist du dazu gekommen beim Tafel Projekt mitzuwirken?
„Dadurch, dass ich viel Kontakt mit den Mitarbeitern vom Mehrgenerationenhaus habe und Sie mir von der Idee erzählt haben, war ich vom ersten Tag an dabei!“

Was bedeutet es, für dich zu helfen?
„Ich habe selber sehr viel Hilfe von der Diakonie erfahren und von anderen Menschen in Schweinfurt. Deswegen ist es für mich das Mindeste, wenn ich jetzt die Chance dazu habe, mich bei diesem Projekt mit einzubringen.“

Und wo hilfst du mit?
„Ich fahre an drei Tagen in der Woche gemeinsam mit fünf weiteren Helfern zu den Supermärkten in und um Schweinfurt und wir holen die Lebensmittel für die Bedürftigen ab.“

Was gefällt dir am meisten an dem Projekt?
„Durch das Helfen bei der Tafel komme ich mit ganz vielen unterschiedlichen Menschen in Kontakt und habe die Möglichkeit, meine Zeit in der Corona-Krise sinnvoll zu nutzen, in dem ich anderen Menschen helfen kann.“

Was erhoffst du dir persönlich für die Zeit nach dem Projekt?
„Kraft und Gesundheit für meine Mitmenschen und meine Familie und natürlich auch für mich. Denn danach möchte ich wieder im Lager arbeiten und am liebsten eine Ausbildung zum Lageristen machen.“