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Ganzheitliche Versorgung und Sicherheit für das Leben zu Hause

Freistaat Bayern fördert Diakonisches Werk Schweinfurt e.V. mit 300.000 Euro für Pilotprojekt im Raum Gerolzhofen.

Mit 300.000 Euro unterstützt der Freistaat Bayern das Diakonische Werk Schweinfurt e.V. für sein Projektvorhaben „AMBULANT KOMPLETT“. Dies teilte die Landtagsabgeordnete für den Stimmkreis Kitzingen, Barbara Becker (CSU) mit, die auch Mitglied im Ausschuss für Gesundheit und Pflege im Bayerischen Landtag ist.

In einer gemeinsamen Pressekonferenz haben die CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag und ihr Koalitionspartner heute die gemeinsamen Fraktionsinitiativen für den Haushalt 2021 vorgestellt. Das Gesamtvolumen der Maßnahmen und geförderten Projekte beläuft sich dabei auf 60 Millionen Euro.

Stimmkreisabgeordnete Barbara Becker hatte sich mit Nachdruck dafür eingesetzt, dass dieses Vorzeigeprojekt des diakonischen Werks im Raum Gerolzhofen realisiert werden kann.

Worauf zielt das Projekt ab?

Menschen mit körperlichen, psychischen und sozialen Einschränkungen, bedingt durch Alter und/oder Krankheit, wollen so lange wie möglich zu Hause leben. Sehr oft kommen allerdings Bedarf und Angebot nicht zusammen. Dabei eröffnet gerade die Digitalisierung bei der Versorgung zu Hause, auch schon bevor die Pflegebedürftigkeit eingetreten ist, viele neue Möglichkeiten.

Ziel des Projektes ist es, modellhaft eine ganzheitliche Versorgung und Sicherheit für das Leben zu Hause zu entwickeln. Unter Nutzung neuer digitaler Technologien werden die Angebote verschiedenster lokaler Partner gebündelt und koordiniert. Das Projekt wird in der Mainbogen-Allianz (Landkreis Schweinfurt) und dort zunächst in der Region Gerolzhofen angesiedelt.

„Entscheidend und besonders wichtig ist mir der Koordinationsansatz der bestehenden Angebote. Wir haben in Gerolzhofen und Umgebung viele wunderbare Angebote verschiedenster Träger und Dienstleister. Mit dem Pilotprojekt werden diese gebündelt und übersichtlich dargestellt. Damit schaffen wir es nicht nur, dass Angebot und Bedarf besser zueinander finden, wir stärken im Idealfall auch unsere örtlichen Anbieter dauerhaft.“, so Abgeordnete Becker
Mit dem neuartigen Konzept wird eine ganzheitliche, digital fundierte Versorgung und Sicherheit für das Leben zu Hause ermöglicht.

„Ein wunderbarer Zugewinn für die pflegerische, zukunftsorientierte Versorgung im eigenen Zuhause.“, so die Abgeordnete und freute sich, die gute Nachricht dem Vorstand des Diakonischen Werks in Schweinfurt, Pfarrer Jochen Keßler-Rosa sowie Helmtrud Hartmann, Uwe Kraus und dem Gerolzhhöfer Bürgermeister Thorsten Wozniak (CSU) überbringen zu können.

Durch drei gleichwertige Elemente werden Bedarfe und Angebote in Einklang gebracht: aktive Quartiersarbeit in der Gemeinde, Gründung eines Unterstützungsvereins und Entwicklung einer webbasierten Plattform (App) mit Weiterentwicklung von verschiedenen Dienstleistungen.
Nach der dreijährigen Anschubfinanzierung sollen langfristig die technischen und organisatorischen Voraussetzungen geschaffen sein, damit ein bezahlbares und damit attraktives bedarfsgerechtes Angebot für die Nutzerinnen und Nutzer zur Verfügung steht.

Stimmkreisabgeordnete Barbara Becker freut über die Unterstützung, die dieses Projekt erfahren wird. „In der Pflege müssen wir neue Wege gehen und mit ergänzenden Angeboten möglichst gut den Bedarf, die Möglichkeiten und die unterschiedlichen Wünsche nach Unterstützung darstellen. Besonders wichtig ist mir die digitale Komponente des Projekts. Neue Technologien bieten neue Möglichkeiten. Diese sollten wir nutzen.“, so Becker abschließend."
 
Im Bild v.l.n.r.: Landtagsabgeordnete Barbara Becker, Diakonievorstand Pfarrer Jochen Keßler-Rosa, Helmtrud Hartmann, Uwe Kraus, Bürgermeister Thorsten Wozniak.