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Diakonieeinrichtungen im Lauertal gehen an Diakonie Schweinfurt

Die Leitungsgremien des Diakonievereins Lauertal e.V. , Vorsitzende ist Pfarrerin Elfriede Schneider, Poppenlauer, und des Diakonischen Werkes Schweinfurt e.V., Vorsitzender ist Pfarrer Jochen Keßler-Rosa, haben in ihren jüngsten Sitzungen die Übernahme des Betriebs der Diakoniestation und des Erhard-Klement-Hauses in Maßbach durch die Diakonie Schweinfurt beschlossen. Für die 47 Mitarbeitenden im Lauertal bedeutet dies einen Arbeitgeberwechsel in der Diakonie-„Familie“ unter Beibehaltung aller erworbenen Rechte. Darüber wurden sie bereits vor den Beschlüssen vorsorglich informiert.

Voraussichtlich zum Jahreswechsel tritt die Diakonie Schweinfurt nun in alle geschlossenen Verträge ein und wird den Betrieb, den sie bereits seit vielen Jahren geschäftsführend betreut hat, unverändert weiter führen. Das Erhard-Klement-Haus, ein Pflegeheim mit 19 Plätzen und zwei Tagespflegeplätzen, bleibt weiterhin im Eigentum der politischen Gemeinde Maßbach. „Für die Bewohner/innen und Gäste des Hauses wird keinerlei Veränderung spürbar werden“, so  Pfarrer Jochen Keßler-Rosa. Grund für die Übernahme sind die unternehmerischen Risiken bei einem Jahresumsatz von ca. 1,5 Mio. Euro und einer Bilanzsumme von ca. 900.000,- Euro, sowie die Ermöglichung von Investitionen, zu denen die Diakonie Schweinfurt eher in der Lage sein wird. Welche das sein werden, wird in den nächsten Wochen in enger Abstimmung mit dem Markt Maßbach weiter besprochen werden. Alle Verantwortlichen in der Diakonie sind sich einig in der Einschätzung, dass damit ein hohes Maß an Planungssicherheit und Versorgungssicherheit für die Region Maßbach erreicht wird. Für den zentralen diakonischen Träger im Evang.-Luth. Dekanat Schweinfurt bedeutet diese Verantwortungsübernahme die Fortsetzung des Einsatzes der Neuendettelsauer Diakonissen, die in Maßbach ab 1905 und in Poppenlauer ab 1909 ihren Dienst aufgenommen haben. Seit Einführung der Pflegeversicherung 1995 und der Eröffnung des Erhard-Klement-Hauses im Jahr 1997 hat sich die diakonische Arbeit stets weiter entwickelt. So werden in der ambulanten Pflege inzwischen täglich über 100 Hausbesuche durchgeführt.                                                  

Dieser Schritt bedeutet keineswegs das Ende des Diakonievereins Lauertal. Er wird sich in Zukunft auf die Förderung von Projekten konzentrieren, die älteren Menschen zugute kommen. Damit leistet er weiterhin einen wertvollen Beitrag für die Krankenpflege und Altenhilfe.

 
Jochen Keßler-Rosa

Vorstand, Diakonisches Werk Schweinfurt e.V.