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Diakonie Schweinfurt muss ambulante Pflegeverträge kündigen

Alle betroffenen Patient*innen können anderweitig versorgt werden.

Aufgrund des aktuellen Personalmangels in der Pflege muss die Diakonie Schweinfurt 41 Senior*innen den ambulanten Behandlungspflegevertrag zum 15. August kündigen. Betroffen sind die Orte Hambach, Zell, Dittelbrunn, Weipoltshausen und der Stadtteil Bergl.

Die Kündigungen sind der Diakonie sehr schwer gefallen, waren aber leider nicht zu vermeiden. „Wir haben einfach nicht genug Personal, wir engagieren uns intensiv in der Ausbildung, schalten Stellenanzeigen auf den verschiedensten Portalen“, so Tanja Back, Geschäftsbereichsleiterin für die ambulante Altenhilfe, doch der Erfolg ist mäßig, denn der Markt ist leer.

Zusätzlich hat die Pandemie dazu geführt, dass sich der Pflegenotstand noch weiter verschärft hat. Einige Pflegekräfte haben in der vergangenen Zeit jenseits ihrer Belastungsgrenze gearbeitet. Das hat zur Folge, dass diese nun selbst krank geworden sind oder ihre Arbeitszeit reduziert haben.

Fehlender Nachwuchs, der leere Pflegekräftemarkt und Pflegende, die sich selbst „krank gearbeitet“ haben - diese Kombination hat dazu geführt, dass die Diakonie Schweinfurt in der ambulanten Pflege 41 von 180 Verträgen habe kündigen müssen.

Die Diakonie hatte stets das Ziel, die gekündigten Patient*innen von anderen Pflegedienstleistern versorgen zu lassen. Dazu haben alle Senior*innen auf Wunsch eine Liste mit allen Mitbewerbern, die in Schweinfurt im ambulanten Pflegebereich tätig sind, erhalten. Bei Bedarf hat die Diakonie zusätzlich die Anrufe bei den Anbietern übernommen. So konnte für alle betroffenen Patient*innen eine anderweitige Versorgung gewährleistet werden.

Pressetext: https://www.mainpost.de/regional/schweinfurt/diakonie-schweinfurt-kuendigt-ambulante-pflegevertraege-art-10640468