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Dem „Gerücht Gottes“ Raum geben – durch Diakonie für die Menschen

Carsten Bräumer wurde in einem festlichen Gottesdienst als neues Mitglied im Vorstand der Diakonie Schweinfurt eingeführt.

In einem festlichen Gottesdienst in der Schweinfurter St. Johanniskirche wurde Pfarrer Carsten Bräumer als neues Mitglied im Vorstand des Diakonischen Werks Schweinfurt e.V. eingeführt. In einer Übergangszeit bis Juli wird er nach und nach die Aufgaben von Pfarrer Jochen Keßler-Rosa übernehmen, der dieses Amt 30 Jahre lang innehatte.

Klaus Eckhardt, 1. Vorsitzender des Verwaltungsrats, betonte die zentrale Rolle der Diakonie als „Lebensäußerung der Kirche“. Sie richte sich an alle Menschen unabhängig von Religion, Geschlecht, Herkunft oder Alter.

Eckhardt stellte den Nachfolger an der Spitze der Schweinfurter Diakonie vor: Carsten Bräumer, 54 Jahre, ist evangelischer Pfarrer, stammt aus Celle, ist verheiratet und hat fünf Kinder. Zusätzlich zur Theologie absolvierte er ein Management-Studium in der Schweiz und war bereits in mehreren diakonischen Unternehmen in verantwortlicher Position tätig. Mehr denn je sei auch die kaufmännische Qualifikation in der Diakonie wichtig, denn zu einer verantwortlichen Führung gehöre eben auch der Umgang mit den anvertrauten Finanzen.

Bis März werde Bräumer alle Aufgaben von seinem Vorgänger Jochen Keßler-Rosa übernehmen, der jedoch noch bis Juli Mitglied im Vorstand bleiben werde und sich um übergeordnete Zukunftsprojekte kümmern werde. Bräumer übernehme ein großes, gut eingeführtes und vernetztes und wohl bestalltes Haus, so Eckhardt.

Nach der offiziellen Einführung und Segnung durch Dekan Oliver Bruckmann predigte Carsten Bräumer über 2. Mose 34. Dort wird berichtet, dass Moses Gesicht nach der Begegnung mit Gott „glänzte“. Die Begegnung mit dem „Heiligen“ verändere Menschen, so Bräumer. Doch in der säkularisierten Welt existiere Gott und alles Heilige oft nur noch als „Gerücht“.

Diakonie sei eine Möglichkeit, Gott einen Raum in der Wirklichkeit zu geben, etwas zum Anfassen: Menschen, die sich um andere kümmern. So gehe das Gerücht von Gott nicht ganz verloren.

Im zweiten Teil des Gottesdienstes wurde Pfarrer Jochen Keßler-Rosa von seinem aktiven Dienst als Pfarrer der Evangelisch-Lutherischen Kirchen in Bayern entpflichtet, auch wenn er noch bis Juli im Vorstand des Diakonischen Werks tätig sein wird und dann nochmals ausführlich verabschiedet wird. Dekan Oliver Bruckmann beleuchtete daher nur kurz seine beruflichen Stationen, die ihn gemeinsam mit seiner Frau bereits 1987 nach Schweinfurt und Poppenlauer und ihn zum 1.8.1992 an die Spitze der Diakonie führten – zunächst als Geschäftsführer, später als geschäftsführender Vorstand.

Das Engagement für die Menschen sei für ihn immer auch ein politisches gewesen, so dass er auch verschiedene politische Ämter innehatte, unter anderem als Stadtrat von Schweinfurt sowie als Bezirksrat.

Dekan Bruckmann dankte ihm für sein engagiertes Wirken und segnete ihn nach Überreichung der entsprechenden Urkunde.

Die große überregionale Bedeutung und Vernetzung des Diakonischen Werks Schweinfurt e.V. zeigte sich auch bei den Gästen im Gottesdienst. Unter anderem nahmen Diakoniepräsident Michael Bammessel vom Diakonischen Werk Bayern, stv. Landrätin Bettina Bärmann und MdL Paul Knoblach am Gottesdienst teil. Viele Repräsentantinnen und Repräsentanten aus Politik, Kirche, Diakonie und Caritas aus den umliegenden Landkreisen waren anwesend.

Persönliche Grußworte sprachen Staatsekretär Gerhard Eck, MdL, 2. Bürgermeisterin Sorya Lippert, die Kitzinger Dekanin Kerstin Baderschneider sowie der Senior des Pfarrkapitels, Pfarrer Dr. Wolfgang Weich.

Pfarrer Carsten Bräumer bedankte sich für das herzliche Willkommen in Schweinfurt. Coronabedingt gab es keinen offiziellen Empfang im Anschluss, aber die Möglichkeit zu persönlichen Gesprächen unter Wahrung der Abstandsregeln.

Pressetext: Heiko Kuschel