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125 Jahre Bahnhofsmission in Bayern

Mitarbeitende der Bahnhofsmission Schweinfurt besuchten Staatsempfang des Freistaats.

Mit einem Staatsempfang im DB Museum in Nürnberg würdigte der Freistaat das Engagement der vielen haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitenden, die in den 13 bayerischen Bahnhofsmissionen Menschen in Not zur Seite stehen.
315 000 Kontakte verzeichneten die größtenteils ökumenisch getragenen Einrichtungen im vergangenen Jahr, mehr als die Hälfte davon in der größten bayerischen Bahnhofsmission in München. Knapp 460 000 Mal leisteten die Mitarbeitenden Hilfe. Innenminister Joachim Herrmann richtete seinen besonderen Dank an die „vielen, vielen Ehrenamtlichen“, die mit ihrem freiwilligen und keineswegs leichten Dienst eine wichtige Rolle in der Arbeit der Bahnhofsmissionen spielen: „Es ist nicht einfach, die richtigen Worte zu finden, sich auf viele verschiedene Menschen einzulassen und so großartige Hilfe zu leisten“, sagte Minister Herrmann in seiner Festansprache.

„Gut, dass es Euch gibt“ – Kardinal Reinhard Marx, Erzbischof von München und Freising, betonte in seinem Grußwort wie wichtig die Bahnhofsmissionen in der mobilen Gesellschaft und an einem Ort des Kommens und Gehens sind: „Inmitten dieses Treibens ist für viele Menschen die Bahnhofsmission ein Ort der Hoffnung. Ein Lichtblick am Ende des Gleises für Menschen, die Orientierung suchen.“

„Vieles wäre nicht zu meistern, ohne ihren tatkräftigen Einsatz“, zeigte sich Klaus-Dieter Josel, Konzernbevollmächtigter für den Freistaat Bayern Deutsche Bahn AG überzeugt, „ich freue mich auf eine weitere gute Kooperation.“ Dr. Oliver Götze, Direktor des DB Museums, freute sich im Namen der Deutsche Bahn Stiftung GmbH, dass so viele Projekte gemeinsam auf den Weg gebracht werden, die den Hilfesuchenden am Bahnhof zugutekommen.
Um genau die ging es schließlich im neuen, von der Stiftung Obdachlosenhilfe Bayern geförderten Videoclip „Zugehört und hingeschaut“, der an diesem Tag zum ersten Mal zu sehen war. Darin kommen Gäste der Bahnhofsmission zu Wort, die aus ihrem Leben erzählen.

Auszug von Annette Bieber (IN VIA Bayern)